Design-zu-Code beschleunigt nicht Ihr Produkt – es entlarvt fehlende Produktverantwortung im KMU

Design-zu-Code ist keine Abkürzung, sondern ein Verstärker

Tools und Ansätze wie Design-zu-Code wirken wie ein Produktivitäts-Boost: weniger Übergaben, schnellere Iterationen, früher sichtbare Ergebnisse. Das Problem: Im KMU scheitern digitale Projekte selten an Geschwindigkeit. Sie scheitern daran, dass niemand verbindlich entscheidet, was gebaut wird, was nicht gebaut wird – und wann etwas „fertig" ist.

Wenn Automatisierung ins Spiel kommt, wird genau das nur schneller sichtbar: Es wird zügiger produziert, aber ohne klare Produktverantwortung eben auch zügiger am Bedarf vorbei.

Das eigentliche Nadelöhr: Führung, nicht Entwicklung

Die unbequeme Wahrheit: Nicht „die Entwickler" sind das Problem. Das Problem ist eine Geschäftsführung, die keine saubere Entscheidungskette durchsetzt, keinen Scope schützt und Abnahmen ohne klare Regeln zulässt. Dann entstehen endlose Abstimmungsschleifen, Stakeholder-Meetings ersetzen Entscheidungen – und Tempo verstärkt nur falsche Prioritäten.

Woran Projekte kippen (und wie Sie es verhindern)

  • Ohne Scope-Regeln explodiert Aufwand: „Nur noch schnell" wird zum Standard und macht Planung wertlos.
  • Abnahmen ohne Kriterien sind Glücksspiel: Wenn niemand definieren kann, was „akzeptiert" bedeutet, wird jede Lieferung zur Diskussion.
  • Stakeholder-Meetings ersetzen Entscheidungen: Viele Stimmen erzeugen Aktivität, aber keine Richtung.
  • „Schnell liefern" ohne Fokus ist Müll: Geschwindigkeit ohne Owner produziert Features statt Wirkung.
  • Produktverantwortung ist Chefsache: Wenn niemand die Kante setzt, setzt sie später der Markt – nur teurer.

Eine einfache Regel: Keine Lieferung ohne Abnahme- und Scope-Schutz

Wenn Sie Design-zu-Code (oder jede Form von Automatisierung) sinnvoll nutzen wollen, brauchen Sie davor zwei Dinge: einen klaren Owner mit Entscheidungsrecht und einen Abnahmeprozess mit Kriterien. Erst dann wird Tempo zum Vorteil – statt zum Beschleuniger für Chaos.

Frage an Sie

Was ist bei euch der häufigste Grund, warum ein digitales Projekt kippt: fehlende Entscheidung, wechselnde Prioritäten oder Abnahmen ohne klare Kriterien?

CTA: 1-Seiter „Abnahme-Regeln & Scope-Schutz"

Ich habe einen kompakten 1-Seiter erstellt, der KMU hilft, Abnahmen messbar zu machen und Scope-Wachstum zu stoppen – ohne mehr Meetings.

Keyword: Abnahmeprozess

Antworten Sie mit „Abnahmeprozess", dann schicke ich ihn Ihnen zu.

Quelle: https://www.it-boltwise.de/ibm-investiert-in-ki-gestuetztes-design-startup-anima.html

JUNITO e.U. - Thomas Schwabl

www.junito.at

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